

Die E-Jugend des VfL Rheinbach setzt auf Teamgeist. Zwei Mannschaften, damit alle spielen
Die E-Jugend des VfL Rheinbach ist in der vergangenen Saison Meister geworden. „Das war ein ganz schöner Erfolg für die Jungs“, sagt Trainer Jan Engels. Aber Siege allein sind im Jugendfußball nicht das Wichtigste. „Weiterentwicklung geht vor Erfolg“, sagt der Coach. Deshalb wurden aus den 20 Spielern für diese Saison zwei gleich gute 7er-Mannschaften gebildet. „Die Hauptsache ist, dass sie alle spielen.“ So kickt der neun- bis zehnjährige Rheinbacher Nachwuchs nun in Kreisstaffel vier und sieben. Die Jungs sollen sich entwickeln, sollen lernen, ihr Team zu führen und Verantwortung zu übernehmen.

Gemeinsam trainieren die beiden Teams mittwochs auf dem Sportplatz am Freizeitgelände in Rheinbach. „Jungs, kommt mal her“, ruft Trainer Engels, „wir spielen jetzt drei mal drei gegen drei.“ Und während der neue Co-Trainer und Betreuer Georg Schorle die beiden Torhüter in die Pflicht nimmt, lassen die Feldspieler unter Engels’ Anleitung die Lederkugeln zirkulieren. „Beim Training steht der Ball im Mittelpunkt“, so der Trainer. Stupide Läufe oder Kondition bolzen gebe es bei ihm nicht. Gerade in dieser Altersklasse lernten die Spieler am Ball am meisten.
Vielleicht ist das einer der Gründe dafür, dass die E-Jugend in Rheinbach boomt. Als Engels das Team vor zwei Jahren übernahm, waren es sieben Kicker; heute sind es zwanzig. Warum die Jungs in der Mannschaft sind? Spielmacher René antwortet: „Mit den anderen verstehe ich mich halt gut. Dann macht Fußballspielen noch mehr Spaß.“
Der Teamgeist wurde gestärkt bei einem Trainingslager in Schöneseiffen in der Eifel. „So ein Wochenende im Zelt schweißt zusammen“, sagt Trainer Engels. Außerhalb der Regelspiele nimmt die E-Jugend an vielen Turnieren teil, häufig in Köln, dem Ahrkreis oder Euskirchen, weil es neue Erfahrungen und Herausforderungen bringt, auch einmal gegen fremde Teams zu spielen, sagt Engels. Ein besonderes Erlebnis für die Jungs war es, mit den Bundesliga-Damen aus Bad Neuenahr ins Stadion einzulaufen – ausgerechnet gegen Frankfurt, wo viele Nationalspielerinnen aktiv sind. Am 26. September verfolgten die E-Junioren das Zweitliga-Spitzenspiel Köln-Freiburg im Rhein-Energie-Stadion.
Nicht nur weil der Teamgeist stimmt, ist Trainer Engels stolz auf seine Jungs. Während die Kicker „eine Runde Gefangenenbefreiung“ spielen – natürlich mit Ball -, gerät Engels ins Schwärmen: „Sie sind für ihr Alter recht gut am Ball – das macht es einem als Trainer leicht, mit ihnen zu arbeiten.“ Der Coach spricht von „unheimlich netten Typen“ und lobt vor allem das Sozialverhalten. „Es gab bisher null Streitigkeiten.“ Deshalb betrachtet Engels die Spieler nicht nur als Mannschaft, sondern eher schon als Freundeskreis. Auch Kapitän Florian fühlt sich im Team rundum wohl. Warum? „Die sind alle sehr nett."
Infos unter: www.vfl-97er.de.vu