

TuS Germania Hersel erlebt Stadionführung mit vielen spannenden Geschichten
Gar nicht so schwer eigentlich. Nach der Last-Minute-Organisation der Mannschafts-Weihnachtsfeier im letzten Jahr stellte sich diesmal die rettende Idee zeitig ein. Ein Anruf und die Sache war gebongt. Die F-Jugend des TuS Germania Hersel besucht am Freitag vor dem ersten Advent das Rhein-Energie-Stadion.
Es ist zwar nicht so, dass unsere Mannschaft aus lauter FC-Fans bestehen würde, von den Trainern ganz zu schweigen. Aber ein Bundesliga-Stadion von innen zu sehen und zwar nicht nur die Tribüne, sondern auch die Umkleidekabinen inklusive Duschen, eine VIP-Lounge und den Pressekonferenzraum, da muss man keinen Fußballfan lange bitten.
Ein bisschen Glück muss man dann auch noch haben und den richtigen Menschen erwischen, der einem das Stadion zeigt. Und dieses Glück hatten wir ohne Zweifel.

Der freundliche Herr Baus ließ sich weder von – sagen wir mal – eigenwilligen Fragen noch von nicht immer hundertprozentiger Aufmerksamkeit die gute Laune verderben und hatte schnell begriffen, dass an diesem Nachmittag nicht das Zahlenfeuerwerk über Historie, Größe und Bedeutung des Stadions gefragt war, sondern die kleinen Geschichten von Wolfgang Weber, der mit gebrochenem Wadenbein das Europapokalspiel in den 60er-Jahren zu Ende spielte und welcher Trainer Namenspate für den Geißbock war.
Andächtig studierten die Jungs die Bilder, die die Spieler in der FC-Umkleidekabine über ihren Plätzen aufgehängt haben. Ungläubig hörten Sie, wie teuer die Jahresmiete für eine VIP-Lounge ist. Und dass es trotz dieser Preise in Köln eine Warteliste mit 200 Firmen gibt, die darauf warten, auch mal eine zu ergattern, während man in Leverkusen dazu übergegangen ist, die VIP-Lounges auch spieltagsweise anzubieten, weil sich so wenig Dauermieter finden. Das wussten auch die für den Mannschaftstransport zuständigen Väter und (danke Dagmar!) Mutter noch nicht.
Leider reichte das Vereinsbudget nicht mehr für einen Besuch im Stadionrestaurant, so dass auf der Rückfahrt der eine Burgerschmiede in Wesseling beehrt wurde. Warum die dortige Belegschaft so einen erleichterten Zug um den Mund hatte, als wir die Heimreise antraten, konnten wir dann auch nicht mehr klären...
Eine runde Sache insgesamt, die durch den Sieg am folgenden Samstagmorgen so richtig komplett wurde. (eB)