Pritschen, baggern und aufschlagen

Die Volleyball-E-Juniorinnen des SV Wachtberg spielen ihre erste Saison in neuen Trikots.

Zwei gleich starke Teams am Start

Die E-Juniorinnen des SV Wachtberg gehören in der Volleyball-Bezirksliga zu den Jüngsten. Zwei Teams gehen in der Saison erstmals an den Start – und gleich mit den neuen Trikots der SWB-Aktion „Immer am Ball“. Auch wenn sie vielleicht Lehrgeld bezahlen, wollen die sieben- bis zehnjährigen Mädchen auf alle Fälle dabei sein: „Und irgendwann sind wir nicht mehr die Jüngsten, und dann geht die Post ab.“
Laut Trainer Michael Lämmel haben die jungen Volleyballerinnen beim SV Wachtberg alle Zeit der Welt, sich zu entwickeln. „Wir hatten in diesem Alter noch nie eine Jugendmannschaft“, sagt er stolz. Die Gruppe trainiert er jetzt seit anderthalb Jahren in der Turnhalle Berkum. Anfang 2007 spielten die Mädels bei der Volleyball-Kreismeisterschaft erstmals gegen andere Mannschaften – und verloren alle Spiele. Bei den letzten Stadtmeisterschaften waren schon Fortschritte zu erkennen, sagt Lämmel, obwohl die Gegner auch hier wesentlich professioneller und bis zu drei Jahre älter waren.
„Uns geht es darum, die Kinder zum Ball- und Mannschaftssport hinzuführen, und sie sollen merken, dass sie gemeinsam was erreichen können“, sagt Lämmel, der auch Abteilungsleiter Volleyball im SV Wachtberg ist. Die langfristig angelegte Jugendarbeit war notwendig, weil den Damenmannschaften der Nachwuchs abhanden gekommen war. Jetzt trägt die Arbeit erste Früchte: Außer der D-Jugend sind bei den Mädchen alle Juniorinnen-Spielklassen vorhanden, drei Viertel der 80 Mitglieder in der Abteilung sind Jugendliche. Aus der Gruppe seiner Volleyball-Mädchen könnte Lämmel auch bequem drei Teams machen. „Es fehlen aber die Betreuer.“ Das Hauptproblem sei es, weitere Trainer zu finden, die sich nur gegen eine Aufwandsentschädigung engagieren. Lämmel wird zurzeit unterstützt von der A-Jugendlichen Vanessa Weber, die auch schon Damen spielt, sowie der B-Jugendlichen Lisa-Marie Eschner.
Dass Lämmel neben der A-Jugend auch die neuen E-Juniorinnen und Bambinis trainiert, hat ihm seine Tochter Alina eingebrockt. „Ich wollte auch in einer Mannschaft spielen“, sagt die Neunjährige, die jetzt mit viel Spaß bei der Sache ist. Ebenso ergeht es Lisa Philine (10), die erst seit vier Wochen dabei ist und im Urlaub am Strand ihre Liebe zum Volleyball entdeckte.
Eine weitere Lisa (10) spielt in der E 2-Jugend. Gleich am ersten Spieltag kam es für sie und ihre Mitspielerinnen zu einem sonderbaren Derby: Die beiden E-Jugend-Mannschaften des SV Wachtberg traten gegeneinander an. So entfiel zwar eine weite Anreise, das Duell rief aber mulmige Gefühle hervor. Wie ist das wohl, gegen Vereinskameradinnen in der Meisterschaft zu spielen? Lisa sagt: „Jede Mannschaft hat gedacht, dass die andere Mannschaft besser ist.“ Schließlich behielt die zweite Mannschaft die Oberhand, gewann das Hinspiel 3:0 und das Rückspiel 2:1. Obwohl es nicht so aussieht, waren beide Spiele ganz knapp, sagt Lämmel. Die Teams sind nämlich etwa gleich stark. Ohne Leistungsdruck lernt sich das Pritschen, Baggern und Aufschlagen leichter.  (sas)

Weitere  Infos: www.sv-wachtberg.de

 


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