

Die U 12.1-Basketballer der SG Sechtem setzen auf mannschaftliche Geschlossenheit. Vizemeistertitel nach tollem Kampf gegen Neunkirchen. Quali für Regionalliga noch möglich
Vielleicht liegt das Geheimnis des Erfolges der Sechtemer U12.1-Basketballer ja darin, dass Trainer Peter Gennert und seine Jungs eine Spielkultur der Uneigennützigkeit pflegen. „Es gibt bei uns keine Stars“, betont Gennert. „Alle sind gleichwertig.“ Jeder habe die Stärken und Schwächen der Anderen zu respektieren. Und: Nur im Team ist es möglich zu gewinnen.
Das gemeinsame Siegen ist den Jungs der Jahrgänge 1996/1997 in dieser Saison häufig gelungen. Mit 20:0 Punkten gewannen die Sechtemer ihre Vorrundengruppe. Und im Finale gegen den zweiten Gruppensieger TV Neunkirchen gaben die Sechtemer erst im letzten Viertel die Meisterschaft aus der Hand und unterlagen letztlich unglücklich mit 73:81.
Trainer Gennert ist stolz auf seine Jungs, die nicht nur Vizemeister sind, sondern jüngst auch beim Qualifikationsturnier für die Regionalliga den dritten Platz belegt haben. Am 20. April haben sie bei einem weiteren Qualifikationsturnier die Chance, den „großen Wurf“ endgültig zu schaffen. „Wir haben das Glück, dass wir in der Mannschaft sechs Spieler vom jüngeren Jahrgang haben“, freut sich Gennert.

Maßgeblichen Anteil am Erfolg der Mannschaft hatte in dieser Saison Patrick (11). „Er ist unser Top-Scorer“, sagt Gennert. 348 Punkte gingen auf sein Konto, Patrick gelang sogar schon mal ein Dreier von der Mittellinie. „Wir verstehen uns sehr gut“, sagt der Korbjäger ohne Allüren über sein Team. „Es gibt keinen Neid.“ Niemand halte dem Anderen Dinge vor wie „Du machst aber mehr Punkte als ich“. Zur Belohnung für ihre hervorragende Saison nehmen die Sechtemer Jungs Ende April am Basketballturnier in der belgischen Partnerstadt Bornhem teil.
Gennert trainiert seit 25 Jahren Jugend-Mannschaften. „Dieser Verein ist der beste“, sagt der erfahrene Coach. Die Vereinsführung unterstütze die Trainer vorbildlich, und es herrsche eine „tolle Atmosphäre“. Gennert versucht, die Eltern so viel wie möglich mit einzubeziehen und die Kinder durch gemeinsame Turniere und Freundschaftsspiele an den Verein zu binden.

Einer, der auch durch Gennerts Schule ging, ist Meik Bassen, früher Zweitliga-Spieler und heute sportlicher Leiter der Basketballabteilung. Er bezeichnet Gennert als sehr engagierten Trainer und als „Vaterfigur“. Er vermittle seinen Spielern auch gewisse Grundtugenden wie mannschaftliche Geschlossenheit und Disziplin. „Er erzieht die Kinder im Bereich des Basketballs“, sagt Bassen.
Die SG Sechtem hat sich sehr über die Auszeichnung im Rahmen der Aktion „Immer am Ball“ durch SWB Energie und Wasser und General-Anzeiger gefreut. Abteilungs-Manager Oliver Stier begreift das Trikot-Sponsoring auch als Zeichen der Wertschätzung ehrenamtlicher Vereinsarbeit. Die Basketballabteilung sehe ihren Auftrag darin, die Kinder von der Straße zu holen. Vor zwei Jahren habe der Verein ein neues Konzept erstellt – mit klarem Schwerpunkt Jugendarbeit. Seitdem sei die Jugendabteilung von 30 auf 300 Kindern gewachsen. Die ersten Früchte werden bereits geerntet. (sas)
Weitere Informationen: www.sg-sechtem1971.de