

Die A-Jugendlichen des SC Muffendorf lassen nach einer verkorksten Hinserie den Kopf nicht hängen. Trainer Michael Weydmann will das Team wieder auf die Siegerstraße führen
Nicht nur die Natur macht nach der Winterpause einen Neuanfang, häufig auch die Fußballmannschaften, falls sie mit neuen Trainern oder Spielern wieder beginnen. Der A-Jugend des SC Muffendorf ist es in diesem Winter so ergangen, denn Michael Weydmann übernahm eine talentierte, aber bisher glücklose Mannschaft auf dem vorletzten Tabellenplatz der Sondergruppe.
Seitdem sieht SC-Vorsitzender Wolfgang Hüllen wieder Licht am Ende des Tunnels: „Die Jungs haben enorm an Spielkultur gewonnen. Das Wichtigste ist: Obwohl sie unten drin stehen, lassen sie den Kopf nicht hängen. Ich bin mir sicher, dass sie in Kürze die nächsten Siege einfahren.“

Der Neustart war für Michael Weydmann keine leichte Aufgabe, doch kann der aus Hessen stammende Trainer auf eine reiche Erfahrung verweisen. Er hat Senioren- und Jugendmannschaften trainiert – von der Bezirksliga bis zur B-Kreisklasse. Beim Probetraining merkte Weydmann, „dass in der Mannschaft sehr viel Potenzial steckt. Es gab aber keinen Mannschaftsgeist und die Spieler waren zu disziplinlos.“ Weydmann verrät das Erfolgsrezept, wie er die Kicker wieder auf den Weg brachte: „Ich habe mit hartem Besen gekehrt.“ Das sei gut angekommen, die Trainingsbeteiligung des 18er-Kaders mittlerweile wieder richtig ordentlich.
Zwar fehlt den Jungs noch ein Erfolgserlebnis, aber immerhin haben sie gegen den Tabellenführer schon mal zwei Tore geschossen. „Ich denke, dass sich der Erfolg im Laufe der Saison einstellen wird, zumal wir die Chance haben, über die Relegation die Klasse zu halten.“

In der Relegation hat das Team gute Chancen, einen der sechs Plätze in der Sondergruppe zu erreichen, weil die Mannschaft in der kommenden Saison nur drei Spieler verlassen. Und der B-Jugend-Kader ist so stark, dass Vorsitzender Hüllen sogar plant, für die nächste Serie zwei A-Jugend-Teams zu melden. Ziel ist es, die erste A-Jugend im kommenden Jahr in der Sondergruppe zu etablieren, sagt Hüllen.
Der SC-Vorsitzende hat Respekt vor der aktuellen A-Jugend. Die Multikultitruppe mit Spielern aus Osteuropa, Iran und der Türkei verstehe sich trotz aller Unterschiede sehr gut und sei auf dem Platz eine Einheit. Dass das Zusammenspiel funktioniert, betrachtet Hüllen auch als gelungenes Beispiel für erfolgreiche Integration durch den Vereinssport.
Die A-Jugendlichen haben zudem das Privileg, bei Heimspielen ins Stadion mit Naturrasen zu dürfen – mit Blick auf Petersberg und Drachenfels. „Vom Panorama her“, sagt Hüllen, sei der Sportpark Pennenfeld das schönste Stadion überhaupt. Weydmann ergänzt: „Training auf Kunstrasen, Spiele auf Rasen: Wo hat man das in Bonn schon außer beim SC?“ (sas)
Weitere Informationen: www.sc-muffendorf.com