

Die C2-Jugend aus Lessenich ist hilfsbereit, nett und spielstark. Einige der Jungs kennen sich schon seit der Bambini-Zeit
Vor dem großen Lichterspektakel am „Rhein in Flammen“-Samstag will die C2-Jugend des FC Rot-Weiß Lessenich auch auf dem Platz noch ein kleines Feuerwerk entzünden. Langsam trudeln die Jungs der Heimmannschaft ein. Wie denn das Team so sei, will der Gast von einigen Spielern wissen. „Die Mannschaft ist hilfsbereit und nett“, sagt einer, und alle lachen. Dass die Mannschaft richtig super ist – „ja das kann ich bestätigen“, sagt Kapitän Lukas und streicht sich die blonden Haare aus der Stirn. „Wir haben sehr gute Einzelspieler, die mit den schwächeren Spielern aber auch gut im Team zusammenspielen können.“
So eine Aussage sitzt, Lukas könnte bestimmt auch kurz nach einem Spiel auf die Frage eines Fernsehreporters antworten, wie er die Partie erlebt hat. Muss er aber heute gar nicht, denn das Fernsehen kommt nicht, nur die JSG Beuel. Das Hinspiel haben die Lessenicher 8:0 gewonnen, berichtet Lukas. Ob es heute auch so ein leichtes Spiel wird?
Co-Trainer Michael Dattko ist recht zufrieden mit den Jungs: „Wir sind zurzeit Vierter. Wir sind eine sehr gute Mannschaft mit sehr guten Spielern“, sagt der 16-Jährige. „Wenn sie wollen, können die auch sehr gut harmonieren“, sagt Dattko, der Trainer Christian Stegmüller seit zwei Monaten unterstützt. „Die meisten sind sehr dribbelstark“, sagt er. Wenn häufiger mal der tödliche Pass gespielt würde, statt es alleine zu versuchen, wäre man vermutlich noch erfolgreicher.

Die „2“ in C2 hat übrigens nichts damit zu tun, dass die zweite Mannschaft schwächer wäre als die C1, sondern mit dem Alter der Spieler. Die C2 ist der jüngere Jahrgang (1995) und spielt demzufolge auch in der kommenden Spielzeit noch in dieser Klasse.
„Die meisten kennen sich schon seit sechs Jahren“, sagt Arnim Fricke, Betreuer, Vater und Webmaster der mannschaftseigenen Homepage www.rwl-kicker.de. Fricke ist nicht nur wegen seines Sohns Nico bei jedem Spiel dabei, fährt die Jungs „seit Jahr und Tag“. Der Mannschaftsbetreuer freut sich sehr, dass die SWB Energie und Wasser das Team mit einem neuen Satz Trikots unterstützt: „Es ist ganz schwer, daran zu kommen.“ Schön sei auch, dass der Satz individuell zusammengestellt wurde, dass also die großen Jungs angemessene Größen bekommen. Beim letzten Einheitstrikotsatz hätten die einen Hotpants getragen und die anderen lange Hosen. Fricke sagt: „Ich finde es schön, dass die Stadtwerke so viel für den Sportbereich tun.“
Frickes Sohn Nico (13) gehört zu den Gründungsmitgliedern des Teams, das seit der Bambini-Klasse zusammenspielt. Die Mannschaft ist entstanden, weil der Jahrgang so kinderreich war. „Aber das steht auch alles auf der Homepage: Geschichte der RWL-Kicker.“

Christian Stegmüller coacht die Truppe nun in der zweiten Saison. Auch er sagt, dass die Mannschaft sehr gute Einzelspieler in ihren Reihen hat, aber Teamwork und Teamgeist trotzdem großgeschrieben werden. Die Aktion „Immer am Ball“ war für den Trainer wie „Rettung in höchster Not“, da die alten Trikots kaum noch zu gebrauchen waren.
Leider kommt der SWB-Reporter an diesem Tag dann doch nicht in den Genuss, die Lessenicher C2 spielen zu sehen. Der Gegner kommt nicht pünktlich und bringt dadurch den ganzen Spielplan durcheinander. Nach langen basisdemokratischen Diskussionen und der Suche nach einem Ausweichtermin noch an diesem Wochenende sagt Stegmüller ab. Die Jungs sind richtig enttäuscht. Man merkt ihnen an, dass sie ihre Spielfreude gerne ausgelebt hätten. „Aber ich hab doch heute Lust zu spielen“, sagt einer. Und das Klappern der Fußballschuhe in der Kabine klingt plötzlich wie das Hufescharren ungeduldiger Wildpferde. (sas)