

Plakat-Aktion und Urkunde für "Die besten Eltern der Welt"
Viele junge Fußballer träumen davon, einmal in der Gästekabine des großen FC Barcelona im Stadion Camp Nou zu sein - am besten natürlich als Spieler einer Champions-League-Mannschaft. Für die D 1-Jugend-Kicker der JSG Beuel ist zumindest der erste Teil des Traums bereits in Erfüllung gegangen.
14 Nachwuchskicker gehörten zu der 29-köpfigen Delegation, die in den vergangenen Ferien nach Spanien reiste, um dort den Teamgeist zu pflegen, ein Jugendturnier zu spielen und einen der beliebtesten Fußball-Clubs der Welt zu besuchen.
Nicht fehlen dabei durften natürlich die neuen Trikots der Aktion "Immer am Ball" der Stadtwerke Bonn (SWB) Energie und Wasser und des General-Anzeigers.
Und auch Felix Küpper war mit. Der Verteidiger der D 1 fand es ziemlich aufregend, im 98 000 Zuschauer fassenden Stadion und in der Gästekabine zu stehen. Besonders die Ausstattung mit Whirlpool und kleinem Schwimmbad beeindruckte ihn: "Die Heimkabine soll noch nobler sein." Aber da dürfen Besuchergruppen nicht rein. Über die Geschichte des Vereins klärt das Fußballmuseum auf. 100 000 Mitglieder hat der FC Barcelona; eines der prominentesten war Papst Johannes Paul II.
Neben den Pokalen entdeckten die Jungs auch Ronaldinho und Henry - allerdings nur als Pappkameraden. Ein Foto mit den Weltstars sollte 13 Euro kosten - für Felix eindeutig zuviel. An der Mannschaftsfahrt gefielen dem Verteidiger vor allem das Stadion und das Meer. Im Hotel oder am Strand wurde nach jedem Spiel des internationalen Fußballturniers ausgiebig gefeiert.
Schnell hatten sich die Jungs nach Auskunft von Trainer Daniel Nöllgen mit einem rumänischen Team angefreundet. Sprachhindernisse wurden dabei mit Händen und Füßen weggewischt. So eine Mannschaftsfahrt, findet der Trainer, sollte jeder einmal mitgemacht haben. Und zur Stadtrundfahrt mit Stadionbesuch sagt Nöllgen: "Für Jungen in dem Alter, die noch Riesenträume haben, ist das ein Erlebnis."

Der Teamgeist stimmt offenbar in der D 1 der JSG Beuel. Nach einem dritten Platz im Vorjahr spielt die Mannschaft nun in der "Sondergruppe", der höchsten Spielklasse des Fußballkreises Bonn. Der Start war zufriedenstellend, sagt Nöllgen. Die fünf Neuzugänge (bei drei Abgängen) in der Mannschaft haben sich "sehr gut integriert, was in dem Alter noch relativ einfach ist".
Neben dem sportlichen Ehrgeiz und dem Teamgeist lobt Nöllgen vor allem die besondere Unterstützung der Eltern. "Bei Heimspielen ist von fast jedem ein Elternteil dabei." Und wo andere Mannschaften für die Fahrten zu Auswärtsspielen nur zwei Autos haben, stehen der D-Jugend neun zur Verfügung.
Nöllgen und seine Trainerkollegen Malte Gaumert und Sebastian Siebertz sind deshalb der Ansicht, dass die Mannschaft nicht nur aus den 17 Spielern und den Coaches besteht, sondern dass auch die Eltern dazugehören. "Das ist schon sensationell."
Da die Unterstützung auch im Vorjahr schon riesig war, ließen die Jungs mal eine Trainingseinheit ausfallen und bastelten ein Dankeschön-Plakat anstatt zu kicken. Das Mannschafts-Foto kam auf eine Urkunde mit dem Titel "Die besten Eltern der Welt". (sas)
Weitere Infos: www.jsg-beuel.de