Äußere Ordnung für innere Ordnung

Teamgeist steht ganz oben, deshalb passt es auch mit der Kameradschaft bei den Jungs des FV Endenich.

Ganz schön schick: Die D2-Jugend des FV Endenich kommt dank der SWB-Trikots nun einheitlich auf den Platz

Was bedeutet eigentlich Teamgeist? Die Spieler und Trainer des Fußball-Vereins (FV) Endenich wissen genau, was damit gemeint ist: kompromissloser Zusammenhalt. Und: Alle Ziele der Einzelnen sind dem gemeinsamen Ziel untergeordnet. „Wir sind eine Mannschaft“, sagt Trainer Frank Proske. „Was zählt, ist dass man auf dem Platz zusammen spielt. Nichts anderes.“ Der Star ist das Team, auch wenn die 22 einzelnen Kicker für sich genommen auch gar nicht schlecht sind. Der eine ist besser, der andere nicht ganz so stark. „Wir achten da beim Training drauf“, sagt Proske. Denn die Mannschaft ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Logisch: Selbst ein Starensemble für Millionen von Euro hilft zum Beispiel Real Madrid nicht immer, den Titel zu gewinnen.

Beim Training - wie hier in der Soccerhalle - geben die Jungs alles.

Da ist Endenich schon königlicher: 70 Prozent der Mannschaft spielen schon seit mehr als vier Jahren zusammen. Seit der F3-Jugend. Seitdem macht auch Proske den Trainerjob. Vor drei Jahren kam sein Kollege Dirk Höck dazu. Das Team spielt auf dem großen Platz von 16er zu 16er, Elf gegen Elf auf Jugendtore. Spielzeit: Zwei mal 30 Minuten. Dafür trainieren die Jungs zweimal die Woche, dienstags und donnerstags. Am Wochenende finden die Meisterschaftsspiele in der Normalgruppe statt. Soweit die Fakten. Die D2-Jugend spielt das erste Jahr in dieser Altersklasse. Als E1 holte sie beim Cup des General-Anzeigers den vierten Platz, stieß gegen teilweise weitaus besser ausgestattete Teams bis ins Halbfinale vor. Teamgeist eben.

Vier Freunde müsst ihr sein - auf dem Platz sogar elf.

Proske hat selbst 35 Jahre Fußball-Erfahrung. Das reicht völlig, um den Jungs was beizubringen. Einen Trainerschein haben die beiden Coaches nicht. Sie machen einfach im Kleinen das, was die Senioren im Großen machen – nur in abgeschwächter Form, zugeschnitten auf Kinderschuhe.

SWB Energie und Wasser hat das Team mit einem Satz Trikots unterstützt. Die Trainer sind sehr stolz auf den neuen Look in Gelb und Schwarz: „Das sieht jetzt schön einheitlich aus“, sagt Proske. „Da achten wir drauf, dass das auch samstags so ist.“ Im neuen SWB-Anzug kommt die Mannschaft wie eine Mannschaft rüber und nicht „wie ein Trümmerhaufen“, schmunzelt Proske.

Äußere Ordnung für innere Ordnung gilt offenbar auch bei Fußballteams. Obwohl alle Jungs schon auf die weiterführenden Schulen gehen, erreicht das Team eine Trainingsbeteiligung von 85 Prozent. Wer aus schulischen Gründen nicht rechtzeitig auf dem Platz sein kann, sagt kurz Bescheid und meldet sich ab.

Proske freut sich, dass SWB Energie und Wasser den Jugendsport in dieser Form fördert. „Es ist ganz wichtig, dass sich große Firmen im Jugendbereich engagieren“, sagt Proske. „Es ist heutzutage ganz schön schwer, eine Mannschaft vernünftig auszustatten oder Sponsoren zu finden.“ SWB Energie und Wasser setze sich für die junge Generation ein. Den Nachwuchs beim FV Endenich freut es. Luca (11) findet, dass seine Mannschaft eine gute Wahl war: „Hier sind alle gut befreundet, und da passt einfach alles. Und das zeigt sich auch in der Tabelle.“ (sst) 

 


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