

Sie sind trickreich und teamstark, schreiben originelle Bewerbungen und haben einen unschlagbaren Schlachtruf: Die E 1-Jugend des FC Pech
Die E 1-Jugend empfängt ihre Gegner auf dem hoch gelegenen Sportplatz am Gudenauer Weg. Die gemischte Mannschaft setzt auf soliden Teamgeist, kräftige Nonsens-Schlachtrufe und energieeffiziente Trikotwäsche
Wer von der Pecher Haupststraße über den endlos erscheinenden Nach-tigallenweg zum Sportplatz am Gude-nauer Weg hoch kraxelt, der braucht mindestens die zweite Luft. Die Fußballer der E 1-Jugend des FC Pech müssten eigentlich schon vor dem Training aus der Puste sein. Stattdessen laufen sie schon vor ihrer nächsten Trainingseinheit wild durch den Sechzehner und jagen sich gegenseitig den Ball ab. Auch Yannik (10) geht meist zu Fuß den Berg hoch, fährt mit Roller oder Rad. Zeigt er eine Spur von Müdigkeit?

„Nöööö!“ Vielleicht sind ja Kondition und stramme Waden eines der Erfolgsgeheimnisse der Mannschaft von Luz Hasenforther und Jacob Stille, die im Vorjahr Vizemeister wurde. Es gibt aber noch weitere Rezepte für den Erfolg, erzählt Lasse (10). Der Sohn von Trainer Hasenforther sagt: „Wir haben trickreiche Spieler und sind teamstark. Wir halten zusammen und meckern uns nicht so an.“ Auch sein Vater Luz spricht von einer „homogenen Truppe“, die zwei Mädchen in ihren Reihen hat. Ein kickendes "Fräulein" ist Johanna (10), die zum Training einen schwarzen Dress der „Wilden Kerle“ trägt und beim Warmspielen ihrem Spitznamen „Jojo“ alle Ehre macht, weil sie den Strafraum unermüdlich hoch und runter läuft. Sie spiele Fußball beim FC Pech, „weil’s Spaß macht“ – und das sogar „mit Jungen“. „Es macht einfach Spaß in einer Mannschaft mit Jungen und Mädchen zu spielen“, ergänzt Miriam (10). Lukas mit „k“ und Lucas mit „c“ (beide 10) finden die Kameradschaft in der Mannschaft toll, Torwart Hendrik (10) ist wegen des Spaßfaktors aus dem Nachbarort nach Pech gewechselt. Carl (10) weiß, dass die Freude am Spiel auch durch den kommt, der sie vermittelt, nämlich Coach Luz Hasenforther: „Er ist ein toller Trainer.“
Der Trainer pflegt mit seinen Spielern einen lockeren, freundlich-motivierenden Umgangston und hat der E 1 auch einen einmaligen Schlachtruf verpasst: „tschi-tschi-raddeldi-baddeldi-kasadi-lewadi-tschi-ha-ha-ha“. Nonsens, sagt Hasenforther, aber mit großer Wirkung: „Das können wir so laut, dass wir uns schon vor dem Anstoß den nötigen Respekt verschaffen.“ Außerdem sei das „was anderes als das langweilige Hipp-hipp-hurra“.

Wie kreativ die Mannschaft sein kann, hat sie bei der Bewerbung für die Aktion „Immer am Ball“ der SWB Energie und Wasser und des General-Anzeigers bewiesen. Darin heißt es: „Wenn wir in Eure Trikots schlüpfen,/ spür’n wir unsere Herzen hüpfen,/wir sind voll Power, Energie/ und spielen Fußball wie noch nie!/ Wir sind so gut wie einst Pelé/ dank den Trikots von der SWB.“ Dass die Trikots beim FC Pech in guten Händen sind, verdeutlicht die Bewerbung auch: „Niemand außer unseren Müttern geht beim Waschen und Trocknen (ausschließlich Geräte mit höchster Energieeffizienz) der Trikots mit größerer Liebe und Kompetenz zur Sache – lang anhaltende Leuchtkraft der Farbe ist somit gewährleistet.“
Beim „Abstieg“ vom Sportplatz am Gudenauer Weg erfasst den Besucher das Gefühl, einen schönen Ortstermin erlebt zu haben. Wie zufällig fällt der Blick auf einen Autoaufkleber mit der Aufschrift „Zum Glück gibt’s Pech“. (sas)
Weitere Infos: www.fcpech.de