Mütter schwärmen von Pecher Fußballfamilie

Dieses Foto hat Bundesliga-Format. Die E1 im neuen Dress von SWB Energie und Wasser.

Die E1-Jugend des FC aus Pech feilt weiter an der Technik und läuft demnächst mit dem 1. FC Köln auf

Wer etwas über die E1-Jugend des FC Pech erfahren möchte, der findet auch am Spielfeldrand eine Menge Antworten. Die Spielermütter Sabine Sihler, Carmen Michel und Svenja Boosfeld sind des Lobes voll. „Wir können nur sagen: Unglaublich, was die alles für die Jungs machen.“ Die Trainer und Betreuer sind Tom Wagner, Jörg Dussa, Peter Radermacher und Konstantin Stölting. Sie formen aus zehn Jungs des Jahrgangs 2001 eine Spitzenmannschaft mit viel Ehrgeiz und technischem Verständnis.

Immer am Ball: Die Jungs beim Training.

Doch wo kommt die Spielfreude her? Sabine Sihler sagt: „Die Jungs fühlen sich super wohl.“ Carmen Michel ergänzt: „Das ist eine schöne Gemeinschaft.“ Die Elternschaft versteht sich untereinander ebenfalls, organisiert Fahrdienste und Veranstaltungen, ohne dass die Trainer groß eingreifen müssen. „Beim Spiel ist meist mindestens ein Elternteil pro Kind dabei“, berichtet Sabine Sihler. Schön finden die drei Mütter die besonderen Veranstaltungen wie das Training in der Sportschule Hennef, die Beteiligung am Geißbock-Cup und natürlich die Aktion „Immer am Ball“. „Jetzt wollen die Trainer sogar ein Auslandsturnier organisieren“, sagt Sabine Sihler. „Das ist toll.“

Der Spieltag ist eine heilige Kuh

Die Trainer schaffen es immer wieder, die Jungs in einem positiven Sinne zum Training zu begeistern, sagt Sabine Sihler. Es sei kaum denkbar, dass die Kinder daran nicht teilnehmen. „Hab Training“, hieße es immer dann, wenn die Eltern eine andere Aktivität vorschlagen. „Das Spiel ist sowieso eine heilige Kuh“, sagt Sabine Sihler und lächelt. „Am liebsten würden die Jungs an sieben Tagen in der Woche spielen“, ergänzt Carmen Michel. Sabine Sihler sagt: „Reden nicht wir nicht davon, sonst bringen wir die Trainer noch auf Ideen.“

Tanz um den Ball.

An solchen Dialogen merkt man, mit welcher Professionalität der Trainerstab ans Werk geht. Natürlich auch beim Trainingsgeschehen auf dem tollen Kunstrasenplatz in Pech. Am Wochenende gab’s zwar einen 3:2-Sieg gegen den starken Nachbarn SC Ließem. Da sich die Pecher Jungs bei Standardsituationen den Sieg aber fast noch mal aus der Hand nehmen ließen, werden eben heute Ecken trainiert. Zuvor gibt es Spiele mit Ball. Zauberhaft leicht sieht das aus, wenn die Jungs den Cristiano Ronaldo machen, die Zidane-Rolle oder den Stan Matthews. Das sind kurze Codes für einstudierte Tricks wie halsbrecherische Übersteiger. Doch die Jungs spielen sich keinen Knoten in die Beine, höchstens dem Gegner.

Fußball hat höchste Priorität

Besonders gefreut haben sich auch die Mütter am Spielfeldrand über den neuerlichen Erfolg bei der Aktion „Immer am Ball“. Die Jungen schwärmen wie ihre Mütter von den „tollen Trikots“. Auch am Tag der Preisverleihung hatte König Fußball höchste Priorität bei den Jungs. Eine ungefähr zeitgleiche Abschlussveranstaltung in der Schule war dann für einige Pecher Kicker nicht ganz so wichtig wie die Preisverleihung von SWB Energie und Wasser im Kinopolis. „Finde ich klasse. Eine super Aktion“, lobt Sabine Sihler. Und auch Svenja Boosfeld findet: Der neue Dress der steht der kleinen Pecher Fußballfamilie ganz gut.

Vorne der Dribbelkünstler, hinten die Trainer.

Der nächste Höhepunkt der Saison 2011/2012 lässt für die Pecher übrigens nicht mehr lange auf sich warten: Am 30. Oktober wird die E1 im Müngersdorfer Stadion mit dem 1. FC Köln und dem FC Augsburg einlaufen. „Wir hoffen, dass wir mit Köln auflaufen können“, sagt Trainer Jörg Dussa. Und wie wird man Auflaufteam? Die Pecher haben sich dafür im Rahmen der FC-Aktion „Zeig Rassismus die rote Karte“ beworben. Dazu gehört nicht nur das Auflaufen, sondern auch die Verpflichtung zu einem anderthalbstündigen Anti-Rassismus-Workshop im Vorfeld. Eine tolle Aktion, finden die Pecher Trainer.

"Das ist eine Mega-Aktion"

Ganz weit vorne steht in der Gunst der Mannschaft aber nach wie vor SWB Energie und Wasser. „Wir sind den Stadtwerken unendlich dankbar“, sagt Jörg Dussa. „Das ist eine Mega-Aktion.“ Der Ehrenamtliche rät anderen Vereinen, sich auch mal zu bewerben. „Man bekommt für einen relativ geringen Aufwand einen tollen Trikotsatz.“ In dieser Runde hatten die Bewerber die Aufgabe, einen Videospot mit oder ohne die Blaue Couch einzureichen. Die kleinen Fußball-Könige aus Pech machten sich auch in bewegten Bildern prächtig und gewannen einmal mehr das Herz der Jury. (sst)

 


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