

Das gemischte Jugendteam der DJK Blau-Weiß Friesdorf versteht sich auch außerhalb des Platzes gut. Verein setzt auf gemeinsame Freizeitaktivitäten
Das Jugendteam der DJK Blau-Weiß Friesdorf ist die einzige Mannschaft, die einen Film in die Bewerbungsmappe für die Aktion „Immer am Ball“ gepackt hat. „Du bist Friesdorf“ hieß der Streifen, der in Anlehnung an die „Du bist Deutschland“-Werbung gedreht wurde. Auf Anregung von Schüler-Trainerin Diana Heinen wurde der Kampagnen-Text auf Badminton-typische Belange zugeschnitten, mit Spielszenen und pointierten Aussagen garniert und seinerzeit zur Weihnachtsfeier uraufgeführt. „Super“, erinnert sich Jugend-Spielerin Yvonne (16). „Das war echt lustig.“
Der Film verdeutliche, was den Vereinssport in Friesdorf ausmacht. Yvonne etwa spielt gerne in der Jugendmannschaft von Trainer Michael Anhäuser, „weil das eine Gemeinschaft ist“. Jeder verstehe sich mit jedem: „Das ist das Schöne. Deshalb macht das auch so einen Spaß.“ In der Jugendabteilung stehe nicht nur der Spielbetrieb im Vordergrund, sagt Anhäuser. „Wir versuchen, relativ viel außerhalb vom Badminton zu machen.“ So war die Jugendmannschaft kürzlich Schlittschuhlaufen, für die Osterferien ist ein Trainingslager geplant, für den Sommer eine Kanufahrt.
Fünf Jungen und vier Mädchen im Alter von 15 bis 19 Jahren bilden in dieser Saison das Jugendteam. Anders als in anderen Sportarten spielen im Badminton beide Geschlechter in einer Mannschaft. In Meisterschaftsspielen stehen stets zwei Herren- und ein Damendoppel, ein Mixed, drei Herren- und ein Damen-Einzel auf dem Programm. „Badminton ist Mannschaftssport und Individualsportart“, erläutert Anhäuser. Die Meisterschaftssaison ist relativ kurz und endet schon im Februar, danach beginnen die Turniere, bei denen sich Einzelspieler, Doppel und Mixed-Paare messen. Die Friesdorfer veranstalten im Mai mit dem BC Wachtberg den zweiten Rhein-Sieg-Cup. Bereits im März finden die Friesdorf Classics statt, bei denen auch Jugendliche starten können.
Einige der Jugendspieler trainiert Anhäuser bereits seit vier Jahren. „Es ist eine sehr homogene Mannschaft.“ Das unterschiedliche Alter habe bei der Teamfindung keine Rolle gespielt. Die Jugendlichen der Jahrgänge 1989 bis 1993 unternehmen auch privat viel gemeinsam.

Als zweitgrößter Badminton-Verein nach dem großen 1. BC Beuel setzt Friesdorf darauf, möglichst viele Schüler, Jugendliche und Erwachsene anzusprechen. Wer avanciert ist, geht etwa nicht nur dienstags und freitags zum Jugendtraining, sondern auch noch mittwochs zum Seniorentraining. Aber auch wer weniger ehrgeizig ist, soll spielen. „Wir wollen sie alle mitnehmen“, sagt Anhäuser. Angemeldet sind zurzeit mehr als 20 Jugendliche.
Wie der Trainer beobachtet hat, ist Badminton als Vereinssport nicht besonders populär. „Geht man aber an die Schulen, dann sind die Kurse immer extrem voll“, sagt Anhäuser, der auch als Jugendwart tätig ist. Auch die heimischen Badminton-Center seien manchmal bis zu zwei Wochen im Voraus ausgebucht. „Im Verein ist es ein bisschen weniger, aber wir können nicht klagen.“
Die von SWB Energie und Wasser sowie dem General-Anzeiger gestartete Aktion „Immer am Ball“ kam für die Friesdorfer wie gerufen. „Das ist für uns Gold wert“, sagt Anhäuser. Eine komplette Ausrüstung für die Jugendmannschaft wäre allein aus Mitgliederbeiträgen nicht zu finanzieren gewesen. Und das Signet des Sponsors komme bei den Spielern gut an: „Die sind stolz wie Oskar, wenn sie Werbung vorne drauf haben.“ Nachwuchs ist bei der DJK BW Friesdorf jederzeit willkommen, zurzeit vor allem im Bereich von zehn bis 14 Jahren. (sas)
Weitere Informationen: www.badminton-friesdorf.de