Die Vorbilder heißen Overzier, Zwiebler und Co.

Jugendwart Robert Müller begrüßt die Neulinge und die übrigen Hobbyspieler beim Training in der Erwin-Kranz-Halle.

Die jugendlichen Leistungsspieler des 1. BC Beuel träumen von der Bundesliga. Aber auch für Hobbyspieler gibt es Angebote

Nach und nach trudeln die jungen Hobbyspieler des 1. BC Beuel zum Training in der Erwin-Kranz-Halle ein. Im Sitzkreis begrüßt Jugendwart Robert Müller die Frischlinge und sagt: „Ich schlage vor, der Felix und die Larissa schnappen sich die Neuen und zeigen denen, wie man die Felder aufbaut.“ Kurzes, aber heftiges Gelächter der Anderen. Ein Junge erklärt später, warum: Weil’s eben den Felix und die Larissa bei solchen Aufgaben meistens „trifft“.

Katha (links) und Mandana spielen im Hobbybereich und haben - wie man sieht - meist gute Laune.

Man merkt schon, es geht lustig zu im Hobbybereich der Jugendabteilung. Mandana (13) und Katha(rina, 12) sind auch zwei HobbyspielerInnen, die es auf dem Feld lockerer angehen lassen. Jugendwart Müller erläutert, dass im Verein gut 130 Kinder und Jugendliche aktiv sind. Davon spielen etwa 80 im Hobbybereich. „Das sind alles Leute, denen es reicht, einmal in der Woche zu spielen.“ Bei den Trainingsabenden herrsche meist gute Laune und ungezwungene Atmosphäre. Ein klassisches Breitensportangebot, erläutert Müller: „Als Verein haben wir ja auch einen Auftrag, so etwas für Kinder anzubieten, was heutzutage eben eher selten ist.“

Neben den Hobbyspielern gibt es dann etwa 40 Kinder, die in einer der fünf Mannschaften spielen. Es gibt je eine Mini- und eine Jugendmannschaft, außerdem drei Schülermannschaften. Die meisten von den Jungen und Mädchen trainieren schon mindestens zwei Mal die Woche. Von diesen rund 40 Kindern und Jugendlichen nehmen 20 ihren Sport besonders ernst. Sie betreiben Badminton als Leistungssport, kommen vier- bis sechsmal die Woche zum Training. Die richtig guten Spieler werden in den DBV-Kader zu Länderspielen eingeladen oder können sich auf Landes- und Bundesebene gegen die Stärksten beweisen.

Das wichtigste Spielgerät: der Badmintonball.

Zwei, die beim 1. BC Beuel richtig weit vorne mitspielen, sind Eva (13) und Felix (12). Die beiden gehören zur ersten Schülermannschaft des 1. BC. Eva darf sich seit Januar Westdeutsche Meisterin in der Schülerklasse nennen, was sich ganz schön „cool“ anfühlt, sagt sie. Der 13-Jährigen macht ihr Sport richtig Spaß. Dass sie ebenso ehrgeizig wie bescheiden auftritt, wird in dem Gespräch mit dem SWB-Reporter deutlich. Mehrfach sagt sie, sie freue sich, soviel dazugelernt zu haben und noch dazulernen  zu können. Ihr Traum sei es natürlich, irgendwann mal in der Bundesliga für den 1. BC zu spielen. Die Vorbilder heißen Maywald, Overzier, Zwiebler und Kindervater. Auch Felix könnte sich vorstellen, mal ganz vorne mitzuspielen. „Wenn’s so weitergeht, warum nicht?“ sagt er selbstbewusst. Bis zu 200 Kilometer reisen die beiden mit ihrer Mannschaft zu den Spielen. Dabei ist gerade bei den Eltern um Mannschaftsbetreuer Guido Weißkirchen eine Menge Idealismus gefragt. Obwohl auch Eva und Felix eher der Ansicht sind, Badminton sei eher Einzel- als Mannschaftssport, so zeigen sie doch Teamgeist. Eva sagt: „Manchmal wird’s richtig laut in der Halle. Wenn es knapp wird, feuern wir uns richtig an.“

Noch kein Becker oder Zwiebler-Hechtsprung, aber schon fast...

Wegen solcher Talente wie Eva und Felix sieht Jugendwart Müller die leistungsorientiert spielenden Mannschaften auf einem guten Weg. Spätestens in zwei Jahren wollen die Verantwortlichen des 1. BC mit der Schülermannschaft um die Deutsche Meisterschaft spielen. Müller ist zuversichtlich, dass dieses Ziel erreicht werden könnte. „Die Entwicklung im Bereich U 13 und U 15 zeigt, dass es sich lohnt, ein bisschen was zu investieren.“

Müller freut sich, dass die SWB Energie und Wasser das Engagement der Jugendabteilung würdigten und Trikots für alle Mannschaften spendierten. „Die Kinder freuen sich sehr darüber und sind stolz auf ihre Trikots. Die werden in Ehren gehalten.“ Und vielleicht auch noch mit dem einen oder anderen Titel veredelt. (sas)

 


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